Gebühr und Betrag sind zwei Dinge
Eine Gebühr beschreibt, wofür jemand zahlt und in welchem Rhythmus — „Mitgliedsbeitrag", monatlich. Sie sagt nichts darüber, wie viel Geld fließt.
Ein Betrag liefert die Zahl dazu und gilt ab einem Stichtag. Genau diese Trennung macht Beitragserhöhungen einfach: Die Gebühr bleibt bestehen, sie bekommt nur einen weiteren Betrag mit neuem Startdatum.
Sie finden die Gebühren im Modul Buchhaltung unter Gebühren:

Die Liste zeigt je Gebühr den derzeit gültigen Betrag — nicht alle jemals hinterlegten.
Eine Gebühr anlegen
Über Gebühr hinzufügen legen Sie eine neue an. Weil eine Gebühr ohne Betrag wirkungslos wäre, fragt das Formular beides in einem Schritt ab:

- Name — frei wählbar, im Verein eindeutig. Sprechende Namen helfen später beim Zuordnen („Mitgliedsbeitrag", „Kursbeitrag Rückenfit", „Jahresbeitrag Fördermitglieder").
- Typ — der Rhythmus: monatlich, zweimonatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich. Er bestimmt, für welchen Zeitraum ein Betrag gilt: Bei einer monatlichen Gebühr ist der Betrag der Monatsbetrag, bei einer jährlichen der Jahresbetrag.
- Reagiert auf Gebührenbefreiung — normalerweise eingeschaltet. Dann wird diese Gebühr bei Mitgliedern mit befreiendem Status nicht erhoben. Für Gebühren, die auch Befreite zahlen sollen (z. B. eine Kursgebühr), schalten Sie sie aus.
- Betrag — der erste Betrag. Membergy datiert ihn automatisch auf den 01.01.2000, damit von Anfang an ein gültiger Betrag existiert, egal wie weit die Mitgliedschaften zurückreichen.
Nach dem Speichern liegt die Gebühr mit ihrem ersten Betrag bereit:

Eine Beitragserhöhung planen
Erhöhungen werden nicht durch Überschreiben gemacht — sonst wären vergangene Zeiträume plötzlich falsch berechnet. Stattdessen bekommt die Gebühr über Betrag hinzufügen einen zweiten Betrag mit dem Datum, ab dem er gilt:

Danach stehen beide Beträge nebeneinander:

In diesem Beispiel gilt bis zum 31.12.2026 ein Betrag von 12,50 € und ab dem 01.01.2027 einer von 14,00 €. Der Buchungslauf nimmt für jeden abzurechnenden Zeitraum automatisch den Betrag, der in diesem Zeitraum gültig war. Sie können eine Erhöhung deshalb ruhig Monate im Voraus eintragen, sobald die Mitgliederversammlung sie beschlossen hat — es passiert bis zum Stichtag nichts.
Pro Gebühr darf es je Startdatum nur einen Betrag geben. Haben Sie sich vertan, bearbeiten oder löschen Sie den betroffenen Betrag; künftige Läufe rechnen dann mit dem korrigierten Wert.
Vom Betrag zur Forderung
Eine Gebühr allein kostet noch niemanden Geld. Erst die Zuordnung zu einer Person legt fest, wer sie ab wann zahlt, und der Buchungslauf macht daraus die konkreten Buchungen — auf Wunsch samt SEPA-Datei.
Häufige Fragen und Sonderfälle
- Wie bilde ich eine einmalige Gebühr ab? Legen Sie sie regulär an und begrenzen Sie bei der Zuordnung den Zeitraum auf genau eine Periode (siehe Zuordnung von Gebühren). Für einen echten Einzelfall — Inventarübernahme, Strafe — ist die manuelle Buchung der kürzere Weg.
- Verschiedene Beträge für verschiedene Mitglieder? Das ist keine Betragsstaffel, sondern eine Frage der Gebühren: Legen Sie je Gruppe eine eigene Gebühr an („Beitrag Erwachsene", „Beitrag Jugendliche") und ordnen Sie den Personen die passende zu.
- Eine Gebühr lässt sich nicht löschen. Solange ihr noch Personen zugeordnet sind, bleibt sie bestehen. Lösen Sie zuerst die Zuordnungen.